Alkohol Schäden – Körperliche und Geistige Beeinträchtigungen

Durch einen übermäßigen Alkoholkonsum wird der Körper stark beeinträchtigt. Es werden die Haut, inneren Organe, das Immunsystem, Herz- und Kreislauf-System, Blut, Nerven und Muskeln beschädigt. Außerdem können sogar Tumore entstehen. Das Bild gibt einen Überblick der Organe, die durch einen Alkoholkonsum beeinträchtigt oder sogar beschädigt werden (vgl. Bollmann, 2016a).

Auswirkungen auf die Organe

Im Prinzip wird jedes Organ beschädigt, das mit Alkohol in Kontakt kommt. Es startet bei der Aufnahme im Mund und endet bei der Ausscheidung. (vgl. Bollmann, 2016a).

Alkohol und das Gehirn

Das limbische System befindet sich zwischen dem Großhirn und dem Hirnstamm und ist für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich. Der präfrontale Cortex, welcher im Prinzip als Plan- und Arbeitsgedächtnis zuständig ist, entwickelt sich im Gegensatz zum limbischen System schneller. Dadurch kommt es bei Jugendlichen schneller zu einem Rausch (vgl. Thaiss, 2016).

Der deutsche Rundfunksender WDR hat bewiesen, dass Alkohol nur zwei Minuten braucht, um nach dem Konsum in das Gehirn zu gelangen. Des Weiteren gibt es ein Experiment, in dem erforscht wurde, dass sich die Gehirnzellen schon nach sechs Minuten umkehrbar verändert haben (vgl. Schrüfer, 2016).

Alkohol gelangt, wie Sauerstoff und andere Stoffe, über das Blut in das Gehirn. Im Vergleich zu einer anderen Droge, wie zum Beispiel Cannabis, ist die Wirkung von Alkohol transmitterhemmend. Bei einem Alkoholkonsum wird die Wirkung der hemmenden Gamma-Aminobuttersäure verstärkt. Des Weiteren werden die Kalium-Ionen-Kanäle geöffnet. Dies führt zu einer Verminderung des Aktionspotentials der Neurone. Die Folgen des Betrunkenseins können bestimmt werden, je nachdem in welchem Bereich gerade die Synapsen gehemmt werden. (vgl. Dietrich, 2016).

Zuerst gelangt der Alkohol in das Großhirn. Hier tritt ein erhöhtes Selbstbewusstsein und eine gesteigerte Kreativität auf. Allerdings entstehen der Verlust eines klaren Denkvermögens und die Verarbeitung der Sinneseindrücke wird ebenso beeinträchtigt. Des Weiteren gelangt der Alkohol in das Kleinhirn. Dort wird die Bewegungskoordination negativ beeinflusst und darauffolgend wird das Gleichgewicht gestört. Nach dem Kleinhirn folgt das Zwischenhirn, in dem sich der Hypothalamus befindet. Dies bedeutet, dass das sexuelle Verlangen gesteigert wird, jedoch sinkt die Bereitschaft für den Geschlechtsverkehr. Nach einem starken und andauernden Alkoholkonsum gelangt der Alkohol zu guter Letzt in den Hirnstamm, der für die lebenswichtigen Funktionen, wie zum Beispiel die Atmung und Herzschlag aber auch unwillkürliche Muskelbewegungen zuständig ist. Als Folge fällt die Körpertemperatur und die Atmung wird langsamer. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass die Person ins Koma fällt, beziehungsweise, dass das Herz stehen bleibt (vgl. Dietrich, 2016).

Nach jedem Tropfen Alkohol, beziehungsweise nach einem Vollrausch, wird das Gehirn beschädigt, indem die Gehirnzellen absterben. In extrem Fällen, wie zum Beispiel bei Alkoholabhängigen, kann sich sogar eine Hirnschrumpfung entwickeln. Wenn die Anzahl der zerstörten Gehirnzellen gering ist, können sogenannte Reservezellen die Funktion erlernen und übernehmen. Allerdings ist dafür eine lebenslange Abstinenz Vorrausetzung (vgl. Bollmann, 2016).