Alkohol Therapie – Die Lösung zur Bekämpfung der Sucht

Für Alkoholsüchtige ist das Beenden, beziehungsweise die Befreiung der Abhängigkeit ein schwerer und ewig andauender Prozess. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten die Sucht zu beenden. Meistens werden verschiedene Therapieschritte durchgeführt, um die für die Person richtige zu finden. Auch nach vielen Jahren muss noch immer daran gearbeitet werden, da die Gefahr eines Rückfalls immer besteht. Aber bei einer starken Alkoholabhängigkeit sollte unbedingt eine Alkohol Therapie durchgeführt werden.

Alkoholabstinenz für die Alkohol Therapie

Grundsätzlich versteht man unter den medizinischen Ausdruck Alkoholabstinenz, den vollständigen Verzicht auf Alkoholkonsum, in flüssigem Zustand als auch in Speisen. Eine Abstinenz ist in folgenden Situationen, beziehungsweise Krankheiten notwendig:

  • Entzündungen der Organe
  • Medikamenteneinnahme
  • Alkoholabhängigkeit

Des Weiteren gibt es noch mehr Situationen, wie zum Beispiel bei einer Schwangerschaft oder bei Operationen.

Kurzzeittherapie

Eine Kurzzeittherapie dauert ungefähr vier Wochen und ist in einer geschlossenen Gruppe. Dies bedeutet, dass alle Mitglieder dieser Gruppe die Therapie besuchen. Es ist kein Gehen und ein Neuzugang möglich. Für jedes Gruppenmitglied ist ein Therapeut zuständig und nach jeder Woche erfolgen zwei Einzelgespräch mit dem Therapeuten. Es kann sogar sein, dass Familien- und/oder Paargespräche durchgeführt werden müssen. Die erste Woche wird dafür verwendet, damit sich jeder kennenlernt und ein Vertrauen gewonnen wird. Zusätzlich werden in der ersten Woche die Ziele der Therapie klargestellt. In den nächsten zwei Wochen wird danach gesucht, ob etwas verändert werden muss. Natürlich müssen auch am Wochenende Vorbereitungen und Auswertungen stattfinden. Thema der letzten Woche ist die Organisation der ambulanten Nachbetreuung und ein Übergabegespräch mit einer Institution.

Langzeittherapie

Im Normalfall verläuft eine Langzeittherapie stationär. Früher dauerte sie vier Monate, dann waren es sechs. Jetzt dauert eine Langzeittherapie durchschnittlich drei Monate, jedoch ist eine Verlängerung möglich. Die Voraussetzung für solch eine Art von Therapie ist ein Sozialbericht, ein medizinisches Gutachten und die Genehmigung der Versicherungsanstalt. Zurzeit ist eine Langzeittherapie kostenlos. Sie wird von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte und von der Landesversicherungsanstalt finanziert. Für eine bessere Therapie ist ein zusätzliches Gespräch mit einem Drogenberater oder Sozialhelfer empfehlenswert. Zu den Angeboten dieser Therapie gehören:

  • Sport
  • Kunst und Musik
  • Aufklärungen
  • Gespräche

Des Weiteren gibt es auch noch Gesprächsgruppen. Laut Statistik sind circa 30 bis 60 % aller Teilnehmer im ersten Jahr an einem Rückfall gefährdet.

Ambulante Alkohol Therapie

Meistens bieten Einrichtungen, die eine psychosoziale Beratung oder Behandlung zur Verfügung stellen, eine ambulante Therapie für Alkoholabhängige an. Die Dauer dieser Therapie beträgt in allen Fällen zwischen 12 oder 18 Monaten. Allerdings ist jede Woche ein- bis zweimal ein Einzelgespräch oder sogar ein Gruppengespräch. Im Mittelpunkt dieser Therapie steht das Vertrauen zum Therapeuten, da sonst die Behandlung nicht erfolgreich verläuft. Ist dies nicht der Fall, dann sollte so schnell wie möglich nach einem anderen Therapeuten gesucht werden oder eine andere Art von Therapie durchführt werden.

Ein Vorteil gegenüber einer stationären Therapie ist, dass der Patient während dieser Therapie seinen Alltag, beziehungsweise sein gewöhnliches Leben ohne Umstände weiterleben kann. Der Betroffene kann bei seiner Familie sein, die Arbeit besuchen und zu Hause wohnen. Allerdings sollte er bedenken, dass dies sehr anstrengend ist und viel Kraft und Zeit in Anspruch nimmt. Zusätzlich sollte der Abhängige sich öfters Fragen stellen wie zum Beispiel, die Gründe der Abhängigkeit oder zu seinem Lebensstil. Doch höchste Priorität dieser Therapie ist, dass der Betroffene keinen Alkohol konsumiert. Wenn der Patient jedoch aufgrund des Alkohols seine Freunde, Familie, Arbeit und Wohnung verloren hat, dann sollte er am besten eine stationäre Therapie in Erwägung ziehen.

Stationäre Alkohol Therapie

Diese Art von Therapie, die Stationäre, ist eine in der die Abhängigen in geschützten Bereichen sich nur auf die Heilung und Überwindung fokussieren können. Da das Umfeld bei dem oft Alkohol konsumiert wurde, verlassen wurde, ist es für Kranke einfacher auf andere Gedanken zu kommen und langsam der Sucht zu entkommen und zu kontrollieren. Wie bei den anderen Therapieformen sind auch hier die Gruppen- und Einzelgespräche sehr von Bedeutung. Gewisse Unterkünfte bieten sogar Plätze für die Kinder an, andere jedoch nur für die Betroffenen. Jedoch ist der Verlauf einer stationären Therapie immer gleich. Am Anfang ist das Wichtigste, dass der Betroffene alle kennenlernt und dass gemeinsam die Ziele der Therapie erarbeitet werden.

Wenn jedoch schon eine gesundheitliche Beeinträchtigung besteht, ist zuerst die Erholung des Körpers das Ziel. Allerdings ist zu Beginn der Therapie der Kontakt zu den Freunden und der Familie eingeschränkt oder auch verboten. Als nächstes ist es wichtig die Gründe der Abhängigkeit zu erforschen, um das nächste Mal dies zu verhindern. Außerdem werden Entspannungstrainings, Arbeitstherapie und Kreativitätstrainings durchgeführt. Zusätzlich werden auch Bewerbungstrainings angeboten und die Schuld wird abgebaut. Ganz wichtig ist auch die Vorbeugung eines Rückfalls. Zu guter Letzt werden die zukünftigen Schritte, wie zum Beispiel der Umgang im sozialen Umfeld aber auch im Beruf noch erklärt. Außerdem wird noch besprochen, wie sich der Alkoholkranke bei einem Rückfall verhalten soll.

Tagebuchführung

Eine Tagebuchführung wird hier unterschiedlich eingesetzt. Zum einem für therapeutische Zwecke und zum anderem für Diagnostische. Wie vorhin schon erwähnt wird eine Tagebuchführung für therapeutische Zwecke eingesetzt. Hier soll die Menge an Alkohol die konsumiert wurde, festgehalten werden. Des Weiteren sollen auch der Ort und der Auslösereiz, die Situation und die persönlichen Reaktionen, wie zum Beispiel die Gedanken, Gefühle und Verhalten, aufgeschrieben werden. Der sogenannte Selbstbeobachtungseffekt, welcher durch eine Tagebuchführung gewonnen wird, ist sehr wichtig, da dieser die Selbstregulation und das Selbstmonitoring fördert. Des Weiteren fördert eine Tagebuchführung kontrolliertes Trinken. Damit erkennt der Betroffene, wie viel er wirklich trinkt und legt somit auch seine Trinkziele fest.