Blutalkoholkonzentration – Der Wert mit der bekannten Einheit Promille

Bei der Blutalkoholkonzentration, die abgekürzt BAK bezeichnet wird, handelt es sich um ein Maß für die im Blut enthaltene Alkoholmenge. Sie gibt Auskunft, wie sehr ein Mensch alkoholisiert ist und beschreibt die damit zusammenhängende Einschränkung der Reaktions-, Konzentrations- und Zurechnungsfähigkeit.

Die Einheit der Blutalkoholkonzentration

Angegeben wird die BAK in Promille (‰), wobei ein Promille einen Milliliter reinen Alkohol pro Liter Blut bedeutet. Die Höhe der Promillezahl ist nach dem Trinken einer bestimmten Alkoholmenge unterschiedlich hoch, je nach Körpergewicht und Geschlecht der betroffenen Person.

Berechnung der BAK

Im Prinzip kann bei der BAK-Berechnung von 2 Situationen ausgegangen werden.  Erstens von einer festgestellten Blutalkoholkonzentration, wobei man dabei von der Rückrechnung spricht, und zweitens von einer Berechnung aus der Trinkmenge.

Blutalkoholkonzentration

Grundsätzlich sind für die Rückrechnung von einem Blutentnahmezeitpunkt auf einen davorliegenden Vorfalls Zeitpunkt folgende Eliminationswerte pro Stunde als Eckwerte je nach Fragestellung zugrunde zu legen. Zur Berechnung der Mindest-BAK, wird der Wert 0,1‰/h, der wahrscheinlichen BAK, der Wert 0,15‰/h sowie der maximalen BAK, der Wert 0,2‰/h verwendet. Zusätzlich muss ein einmaliger Sicherheitszuschlag von 0,2‰ für 99%ige beziehungsweise 0,3‰ für 99,9%ige Sicherheit mitgerechnet werden. Feststellen muss man jedoch, bis zu welchem Zeitpunkt zurück gerechnet werden kann, da gegeben falls die Resorption eines zuvor aufgenommenen Alkohols noch nicht abgeschlossen sein kann. Dabei kann man die Eliminationsphase noch nicht annehmen, wodurch dieser Zeitraum das Ergebnis verfälschen würde.

Zur Berechnung der Mindest-BAK wird ab dem Trinkende eine Resorptionsdauer von 90 bis zu 120 min angenommen. Bei einem bekannten Nachtrunk, wobei man vom Alkoholkonsum nach einem Vorfall und vor der Blutentnahme spricht, wird zuerst entsprechend zurück gerechnet. Anschließend wird der höchstmögliche Nachtrunkwert, wovon ein 10%iges sogenanntes Resorptionsdefizit abgezogen werden muss, abgezogen.

Bei der Berechnung der wahrscheinlichen und der maximalen BAK wird von einer abgeschlossenen Absorption ausgegangen und entsprechend zurück gerechnet. Dabei spricht man von forensisch anerkannten Grundprinzipien zur Berechnung der wahrscheinlichen BAK, welche unter anderem im Zivilrecht verwendet wird, sowie der maximalen BAK, welche als erster Beurteilungsparameter für Fragen der Schuldfähigkeit verwendet wird.

Abbau für die Berechnung der Blutalkoholkonzentration

Der Abbau ab Trinkbeginn wird zu der orientierenden Berechnung einer Trinkmenge addiert, wobei der resultierende Promille-Wert als c0-Wert in die Widmark-Formel eingesetzt und anschließend ein sogenanntes Resorptionsdefizit zwischen 10 und 30% hinzugefügt wird.

Bei der Hochrechnung wird ein zu erwartender BAK aus der Trinkmenge berechnet. Dabei wird zunächst der theoretisch erreichbare Wert nach der Widmark-Formel bestimmt und anschließend je nach Fragestellung und Alkoholaufnahme ein sogenanntes Resorptionsdefizit zwischen 10 und 30% abgezogen. Anschließend wird noch der Abbau entsprechend der Zeit zwischen Trinkbeginn und einem Vorfall abgezogen. Für diese Berechnungen gibt es bereits zahlreiche Computerprogramme, deren Qualität unterschiedlich und für Laien in der Anwendung problematisch ist<